пятница, 20 декабря 2013 г.

Vom Beschimpfen und vom Zitieren

Zufällig erblickte ich irgendwo irgendwelche Anmerkungen zu einem Film oder sowat mit dem Titel "Fuck you, Goethe". Ich hab nicht so genau hingeschaut; irgendwie wirr und unappetitlich; aber offenbar ging es doch um den Johann Wolfgang.

Wobei es ja eigentlich egal ist, ob man ihn, den Johann Wolfgang, unverstanden gedankenlos beschimpft oder unverstanden gedankenlos zitiert. Das heißt, das Beschimpfen find ich irgendwie noch ehrlicher (wenn ich an den Unsinn denke, der sich am Gymnasium um den Namen Goethe rankte, ist mir auch nach Beschimpfen zumute; bloß hab ich ihn dann später auch in eigener Regie gelesen, und da wirkte er ganz anders).

Vermutlich würden viele, wenn sie ihn aufmerksam lesen und verstehen würden, ihn nicht beschimpfen.

Wieauch viele, die ihn zitieren, ihn im Verständnisfalle vermutlich nicht zitieren würden: sei es, daß seine in den vertrauten Alltagsbrei nicht reinpassende Denkweise sie abstößt, sei es, daß sie durch ihn angeregt werden, das Zitieren sein zu lassen und stattdessen selber zu sprechen.

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суббота, 14 декабря 2013 г.

Von weiten und verengten Horizonten

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Wenn ich jemanden treffe, der einen weiteren Horizont hat als ich, so freu ich mich darüber.

Denn weiter Horizont steckt an.

Und ich weiß auch, daß er mich, der ich keinen solch weiten Horizont habe, nicht abwertet: weilnämlich Menschen mit weitem Horizont nicht mit den Kriterien "besser" und "schlechter" herumoperieren: sie sind einfach so, wie sie sind, und nehmen die andern so, wie sie sind.

***

Und wenn ich jemanden treffe, der krampfhaft so tut, als habe er einen weiteren Horizont als ich und alle ringsum, so find ich ihn einfach bloß komisch.

Denn ehrgeiziger Krampf ist komisch.

Und da ich weiß, daß er, der sich aufgrund irgendwelcher dumpfer Kriterien allen überlegen wähnt, in seiner krampfhaften Pose mich und all die andern ringsum, die jenen dumpfen Kriterien nicht entsprechen, verachtet – wirkt er umso komischer.

Neid iss mir fremd. Und selbst wenn ich dazu fähig wäre – was soll man so'n armes Würstchen auch noch beneiden….

***

So isses

воскресенье, 1 декабря 2013 г.

Aufräumarbeiten

Ruin

Trümmerfelder sichten, Entwicklungsfähiges herausklauben, Abgestorbenes beiseiteschieben ist ein recht mühsames und nicht sehr erhebendes Unterfangen.

Wenn man dann einigermaßen die Übersicht hat – fühlt man sich erleichtert; ganz egal, wie wenig von einem zertrümmerten hoffnungsvollen Beginnen noch übrigblieb.

Wenig, aber dafür real: man kann damit – zumindest ein Stückweit – arbeiten.

Eine Erfahrung, die in unseren absurditätsgeschwängerten redefreudigen und sozial zerrütteten Zeiten vermutlich viele machen.

So sie sie überhaupt machen, und nicht vollends durch Resignation oder materielles Elend gelähmt sind.

So isses.