среда, 7 ноября 2018 г.

Vom Scheinen und vom Sein


Verstreute Anmerkungen zu obigem zufällig auf Facebook entdecktem Zitat

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Ich nehme für mich nicht in Anspruch, mündig zu sein, und sehe mich keineswegs zur Unruhe verpflichtet. Aus realem Orientierungsbedürfnis ergibt sich ganz automatisch ganz reale Unruhe (durch die man, nebenbei sei es gesagt, für den sich als mündig betrachtenden realitätsfeindlichen braven Bürger zum schrulligen Außenseiter wird)
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Der Mensch von heute lebt mehr im Schaffen und Aufrechterhalten von Schein, von "Image", denn im realen Umgang mit der Realität. Wer auf Image bedacht ist und sowas liest, der zappelt halt herum als Tribut an das Image des "Mündigseins".
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Ich unterbreche die Stille nur, wenn es anders nicht geht. Eigentlich lebe ich sehr unruhig. Weil es sich so ergibt. Aber rein aus Prinzip, um des Eindrucks Willen, herumzappeln würde ich nicht auf mich nehmen. Wozu auch...
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"mündig" bedeutet "urteilsfähig". Kommt, glaub ich, vom Deutschen Wort "Mund": man ist in der Lage, stimmige Urteile auszusprechen. Also ein ernstzunehmender Mensch, der mitreden kann. Doch egal. Das Interessante an diesem Ausspruch ist das innewohnende unfreiwillige Bekenntnis zum Schein.
In diesem Zusammenhang geht es nicht um die genaue Bedeutung des Wortes "mündig", sondern, mehr allgemein: daß es sich um eine Eigenschaft handelt, die im Allgemeinen als positiv, als erstrebenswert gewertet wird. Und gesagt wird also, daß jemand, der Anspruch darauf erhebt, als mündig zu gelten, verpflichtet ist, unruhig zu sein. Das heißt, die Unruhe ergibt sich nicht organisch aus dem Erkenntnisdrang, aus dem Bedürfnis, sich zurechtzufinden, sondern aus dem Bedürfnis, dem Schein gerecht zu werden
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Sagen wir es mal so: Wenn du eine auf die Herde abgestimmte Show abziehst als „herdenfremder rastloser Sucher“, so hast du gute Chancen, daß die Herde dich mit deinem Gezappel ernst nimmt; und so du besonders eifrig herumzappelst, landest du vielleicht gar auf dem Olymp ihrer „Prominenz“. So du aber ganz real versuchst, dich zu orientieren und nach und nach herdenfremde Sicht- und Verhaltensweisen an den Tag legst, so biste einfach nur ein schrulliger unverständlicher Kauz.
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So isses.
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четверг, 26 июля 2018 г.

Über den Umgang mit Büchern

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Obige Graphik erblickte ich beim Überfliegen von Facebook.

Und ich gedachte meines eigenen Umgangs mit Büchern.

Selbige können, wie ich in jahrelangem Umgang mit ihnen lernen durfte, auf unterschiedlichste Weise Nutzen bringen oder interessant sein.

Unter anderem können sie ein effektives Fitness-Studio sein für den rechten Arm. Früher nämlich, als ich meine Emotionen noch schlechter unter Kontrolle hatte, da konnte es passieren, daß ich ein Buch, welches sich beim Lesen als ausgesprochen dumm herausstellte, vor Wut in die Ecke knallte.

Gut erinnere ich mich an den letzten Knaller. Ein antiquarisch erworbener Nietzsche-Band war das. Nicht Nietzsche selbst hat den Knaller verursacht; Nietzsche schätze ich sehr und les zur Auflockerung zwischendurch gerne in seinen Sachen; und wo ich nicht mit ihm einverstanden bin, bringt er mich trotzdem nicht in Wut.

Anlaß war ein langatmiger Vorspann. Welchen ich gar nicht gelesen hätte, wenn dessen Verfasser nicht auch mitten im Text (nicht etwa in Fußnoten, sondern, in Klammern und kursiv, mitten im Text) seine Kommentare hinterlassen hätte; offensichtlich für Leser, die es nicht schaffen, das alles ohne fremde Hilfe zu verstehen, und die trotzdem Nietzsche lesen, um gebildet zu sein und mitreden zu können. Und diese Kommentare waren so hanebüchen daneben, daß ich neugierig wurde, was der denn für einen Vorspann geschrieben hat.

Ich las etwas darin herum; bis es dann halt knallte. Da ich sehr kräftig bin zerfledderte das Buch beim Aufprall in zahllose Teilstücke.

Als ich das Buch dann so zerrissen in der Ecke liegen sah, da erfasste mich Mitleid mit dem so leichthin zerstörten Produkte menschlicher Tätigkeit. Aus den herumliegenden Teilen klaubte ich das Stück heraus mit jenem Vorspann, welches den Anstoß gegeben hatte zu geschildertem Zerstörungswerk, und schaute mir den Text noch einmal genauer an. Und siehe: der erwies sich von fürwahr erfrischender Komik; und hätte ich von Anfang an, statt mich zu ärgern, den Komik-Gesichtspunkt berücksichtigt, so wäre das Buch nun nicht kaputt.

Im Weiteren habe ich dann nie wieder ein Buch an die Wand geknallt.

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воскресенье, 3 июня 2018 г.

Warum ich nicht ins "Who ist Who" will

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Zufällig stieß ich auf eine vor 4 Jahren verfasste Notiz.
Meine darin zum Ausdruck gebrachte Sichtweise hat sich nicht geändert.
Nicht im Geringsten.

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Schon wieder eine Mail vom "Who is Who":

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"As you are more than likely aware, you were recently selected for inclusion in the new 2014 edition of the Who's Who Among Executives and Professionals.
Despite our efforts, we have not yet received confirmation of your biographical profile, and are reaching out to you again in an effort to do so."

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Und ein Link, das ich anklicken soll, aufdaß ich mein Profil bestätige.

Verstehen die das denn nicht? Selbst wenn ich nicht Gefahr laufen würde, durch Anklicken dieses Links mir einen Trojaner oder Virus einzufangen – ich will nicht ins "Who is Who". 
Will nicht! Zuviel Gesindel da drin. 
Schlechte Gesellschaft, mit der ich nichts zu tun haben will. Versteht ihr?

Also.


So isses